Vereinbarung lohnerhöhung Muster

[29] Card, D., T. Lemieux and W. Riddell (2004), „Unions and wage inequality”, Journal of Labor Research, Vol. Die Analysen zur Lohnentwicklung und zu Tarifverhandlungen konzentrieren sich fast ausschließlich auf die tatsächlichen Löhne. Tarifverträge definieren jedoch in der Regel vertragliche Löhne, die in den meisten Ländern nur für eine Teilmenge der Arbeitnehmer gelten. Die tatsächlichen Löhne spiegeln auch die Entwicklung der nicht erfassten Arbeitnehmer sowie Zuschläge auf Betrieblicher, Betriebs- oder Einzelebene (z. B. Bonus- oder Überstundenvergütung) wider. Die Differenz zwischen dem tatsächlichen Lohnergebnis und dem ausgehandelten Lohn wird im Allgemeinen als „Lohndrift” bezeichnet, d. h. die Lohnbewegung über die ausgehandelte Ebene. Australien: 1993 verabschiedete die australische Regierung den Industrial Relations Reform Act, der die zentralisierte Lohnfestsetzung durch Tarifverhandlungen auf Unternehmensebene ersetzte.

1996 führte die Bundesregierung das Arbeitsbeziehungsgesetz ein, das individuelle gesetzliche Verträge in das föderale System einführte. Diese Einzelvereinbarungen wurden 2009 abgeschafft; Nr. 20. Eine Fehlausrichtung der Löhne und der Produktivität kann zu Effizienzkosten führen, insbesondere zu einem schwächeren Produktivitätswachstum. Der mögliche Zusammenhang zwischen Effizienz, Lohn- und Lohnanpassung und Lohnstreuung verleiht Tarifverhandlungen potenziell eine zentrale Rolle im Zusammenhang mit Produktivitätsungleichheit – siehe OECD (2016[98]) und OECD (2016[100]). Dieses Kapitel hat neue Erkenntnisse auf der Grundlage einer Reihe von Datenquellen (Daten auf Länder-, Sektor-, Unternehmens- und Arbeitnehmerebene) vorgelegt, die darauf hindeuten, dass Tarifverhandlungen in der Vergangenheit bis zu einem gewissen Grad einen Kompromiss zwischen Inklusion und Flexibilität bedeutet haben. In Ländern und Zeiten, in denen Tarifverhandlungen nicht auf Tarifverhandlungen beschränkt waren (oder einfach abwesend waren), war die Lohnungleichheit geringer, und die Beschäftigung, auch von schutzbedürftigen Gruppen, war höher. Die Lohnkoordinierung kann auch den Vorteil haben, die Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft gegen Konjunkturabschwünge zu stärken (OECD, 2017[2]). Dieses Kapitel und die Literatur haben jedoch auch gezeigt, dass mehr zentralisierte Verhandlungen auf sektoraler oder nationaler Ebene auf Kosten einer geringeren Flexibilität bei der Anpassung der Löhne und Arbeitsbedingungen an die Geschäftsbedingungen für den einzelnen Sektor oder das Unternehmen gehen können, was sich potenziell nachteilig auf die Produktivität auswirken könnte. Im Zusammenhang mit dieser Bestimmung beschränkt sich der Ausdruck „wirklich erstrebend, eine Einigung zu erzielen” auf die Frage, ob Musterverhandlungen stattfinden. [7] Nr.

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